Freiberuflich tätige Hebamme seit 1996 mit jahrelanger Erfahrung in der klinischen und außerklinischen Geburtshilfe.
Im Laufe der Jahre Erweiterung der Beratungstätigkeit im Bereich „Verarbeitung traumatisch erlebter Geburten“ und „Psychologische Betreuung in der Hebammenarbeit“.
Von 2013 bis 2019 in der ambulanten Hospizarbeit als Koordinatorin tätig.
Qualifikationen in Palliativ-Care, Führungs- und Leitungskompetenz, Gesprächsführung mit Sterbenden und Angehörigen, systemisch-lösungsfokussierter Trauerbegleitung und Spiritual Care.
Seit 2015 Verknüpfung der Tätigkeit von Hebammenarbeit, Palliativarbeit und Trauerbegleitung; Entwicklung von Konzepten in der Begleitung von Eltern bei infauster Prognose in der Schwangerschaft, sowie für Trauerbegleitung verwaister Eltern.
Von Mai 2019 bis Juni 2024 Leiterin der Bethanien-Sternenkinder Beratungsstelle Münster/Osnabrück, tätig in der Stabilisierung und prozesshaften Begleitung verwaister Eltern nach dem Tod ihres Kindes vor, während oder nach der Geburt.
Verschiedene Gruppenangebote für verwaiste Eltern. Darüber hinaus tätig als Vortragsrednerin und Aus- und Fortbildnerin in den Bereichen Palliativ-Care, Sterbe- und Trauerbegleitung in der Geburtshilfe, Trauma, Selbstfürsorge, Resilienz und Spiritual-Care.

Begleitung heißt für mich Achtsamkeit, Ressourcenorientierung und das Schauen in die gleiche Richtung. Nicht ich weiß, wie Trauer geht, sondern ich versuche gemeinsam mit den Betroffenen, dass wir uns den Themen Akzeptanz, Trauerbewältigung, Vertrauen und Werteverschiebung nähern und kreativ, kleinschrittig und lösungsorientiert den Weg für Veränderungen suchen.
Durch meine Präsenz und meine wertschätzende, offene Haltung versuche ich, einen Raum zu schaffen, der es Betroffenen ermöglicht, ihre Gefühle zuzulassen und sich in ihrer besonderen Lebenssituation anzunehmen.
Ich bin der Überzeugung, dass die Möglichkeiten der Heilung wie ein verborgener Schatz in jedem selbst liegen. Als Begleiterin sehe ich mich als aufmerksame Gesprächspartnerin, die hilft, dass dieser Schatz den Betroffenen selber wieder zugänglich wird.
Durch verschiedene Methoden können sich für die Betroffenen neue Sichtweisen entwickeln und es wird bestenfalls möglich, diese biographische Krise als Chance der Veränderung zu sehen und zu nutzen.
Auch hier sehe ich mich als jemand, der im Lehren die Offenheit für neue Ansätze und verschiedene Sichtweisen behält, sodass die Begleitung trauernder Eltern kontinuierlich weiterentwickelt werden kann.
Meine umfassende Beratungstätigkeit bietet mir die besten Möglichkeiten, jeden Tag darüber Neues zu lernen, wie ein solch schwerer Schicksalsschlag gemeistert und integriert werden kann.
Ganzheitliches Lernen mit Kopf, Herz und Körperarbeit ist Grundlage meiner Lehrtätigkeit.

In den über 20 Jahren meiner freiberuflichen Tätigkeit konnte ich in verschiedenen Arbeitsbereichen Erfahrungen sammeln:
Ich hatte das große Glück, in meinem Elternhaus (evangelisches Pfarrhaus), einen ganz natürlichen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer zu erleben, von der Begleitung kranker und sterbender Menschen, über Aufbahrungen zuhause, bis hin zu Ritualen in der Trauer. Mein Werdegang in der freiberuflichen Hebammenarbeit ermöglichte mir, den ganz natürlichen Umgang mit Geburt und Elternschaft in vielfältiger Weise zu erleben und zu begleiten. Geborenwerden ohne medizinische Interventionen, frei von Angst und in sehr stärkender Art und Weise für die Familien.
Lebensanfang und Lebensende immer wieder so dicht und so unterschiedlich zu erleben, hat mich sehr geprägt und meine Fragen und Ansichten zu den großen Geheimnissen des Lebens in vielfältiger Weise bereichert.

Prozesshafte Begleitung verwaister Eltern, Krisenintervention beim Tod eines Säuglings, Coaching und Fortbildung von Fachpersonen in Einzel-, Gruppen- oder Teamsitzungen, Erwachsenenbildung.
Mit 15 Aquarellen und Titelmotiv von Svetlana Eremenko-Wagener.
256 Seiten, Hardcover, ISBN 97839821318-3-2, Wermeling Verlag, Münster, 2023.